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Race Review 12 int. Widdersteinlauf 2013

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Die Temperaturen des vorherigen Wettkampfwochenendes in Mittenwald wurden beim 12 int. Widdersteinlauf in Baad / Kleinwalsertal zweifelsohne getoppt. Diesen Umständen entsprechend musste ich bereits nach 4km das Tempo entscheidend drosseln und den ein oder anderen Läufer an mir vorbeiziehen lassen, so entstand eine immer größer klaffende Lücke zur Spitze deren wettmachen für mich trotz der noch zu laufenden 10km schon früh unmöglich erschien. Eigentlich fühlte ich mich gut vorbereitet, der Start verlief erwartungsgemäß auf den ersten flachen Kilometern sehr schnell mit einem Schnitt knapp über 3min pro km. In dieser wilden Hatz geriet ich bereits nach wenigen Metern mächtig ins Straucheln, nachdem im Getümmel ein Läufer neben mir spontan die Spur wechselte und ich ihm unbeabsichtigt in die Hacken lief und dabei mit dem linken Außenband wegknickte. Nichts Schlimmeres passiert, aber die Konzentration und der Rhythmus waren erstmal dahin. Der Führungstross bog dann rechts ab hinein ins Gemsteltal wo die Luft bereits morgens um 09:00 Uhr stillstand und der Schweiß schon mächtig aus allen Hautporen drückte. widderstein
Am Ende des Forstweges führte ein schöner nicht übermäßig steiler Trail die Läufer hoch zum Gemstelpass und anschließend auf einem Singletrail weiter zum höchsten Punkt des Laufs auf 2015m. Normalerweise ist der gesamte Streckenabschnitt problemlos laufend zu bewältigen aber diesmal musste ich ungewohnterweise sehr früh in den Berglaufschritt wechseln, was mich ehrlich gesagt mächtig wurmte. An der Widdersteinhütte angekommen, waren die Temperaturen deutlich angenehmer, so dass ich das Tempo wieder etwas anziehen konnte und eine moderate Aufholjagd startete. Dass es sich bei dieser Veranstaltung um keinen klassischen Berglauf handelt wurde den Startern spätestens ab der Hochalm klar, da hier ein furioser Ritt zurück ins Tal begann, bei dem der ein oder andere Ungeübte einen schmerzhaften Bodenkontakt hatte. Nach 01h36min hatte ich dann einmal das Widdersteinmassiv umrundet und war blessurfrei im Ziel angekommen. Zunächst natürlich etwas unzufrieden über die erreichte Platzierung, aber mit etwas Abstand, guter Zielverpflegung und dem gelungenen Downhillabenteuer war der Unmut schnell beseitigt und die Sache als Trainingslauf abgehakt. Fazit: Wer schnelle Trailläufe mag und sich gerne mit Topspeed und vollem Risiko ins Tal stürzt ist hier gut aufgehoben.

Ein probates Allgäuer Hausmittel zur anschließenden Wundheilung ist übrigens Ringelblumensalbe :-) !

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