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Race Review GORE TEX Transalpine Run 2013

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4 Tage sind seit dem emotionalen Transalpine Finish in Latsch bereits vergangen. Ich bin absolut schmerzfrei und werde lediglich von tückischen Schlaf- und abnormalen Fressattacken gepeinigt, die sich hoffentlich in den nächsten Tagen wieder regulieren werden.
Zunächst ein paar Daten zum wahrscheinlich anspruchvollsten alpinen Etappenlauf in Europa. Als Team Laufsport Saukel Kempten haben Stefan und ich über 8 Etappen:
– über 260km Horizontaldistanz zurückgelegt
– 15897 positive Höhenmeter erklommen
– pro Pers. ca. 45 Energy Gels, 20 Koffeinampullen & 50 Salzkapseln verspeist.
– 2 paar neue Trailrunning Schuhe und Carbonstöcke zerstört
– 5-6 zum Glück glimpfliche Stürze verursacht

Am Ende wurde unsere vielen Trainingskilometer und Höhenmeter mit einem für uns mehr als zufrieden stellenden 19 Platz in der starken Hauptklasse Men belohnt.  Mit Stefan hatte ich einen mehr als starken Partner ausgewählt, was er durch seine diesjährigen Resultate bei den einschlägigen Laufveranstaltungen eindrucksvoll bewiesen hat. Wie er sich jedoch als Partner bei einem einwöchigen Etappenlauf bewähren sollte war noch nicht absehbar. Seine Dynamik und meine strategische Vorgehensweise mussten erstmal in Kongruenz gebracht werden. Wichtig war nicht gleich zu Beginn alle Körner zu verbrennen, vielmehr mussten wir uns an den eigenen Rhythmus und die Regeln des Etappenlaufs herantasten. Bereits nach dem zweiten Tag von Lech am Arlberg nach St. Anton ist uns dies gut gelungen und in den darauf folgenden Etappentagen sollten wir unsere Teamperformance weiter steigern. Steile alpine Anstiege im schweren Gelände und technisch anspruchsvolle Downhills waren zweifelsohne unsere Paradedisziplinen. Wir wechselten uns ständig mit der Tempoarbeit ab und wenn einer mal einen Durchhänger hatte, so wurde das Tempo etwas gedrosselt aber dennoch immer konstant durchgelaufen. Neben einem entsprechenden Ausdauer- und Berglauftraining, sind die Harmonie im Team, eine abgesprochene gemeinsame Erwartungshaltung und Disziplin die wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Finishing. Stefan bewies mit einer schmerzhaften Schleimbeutelentzündung auf den letzten Etappen obendrauf echte Kämpferqualitäten. Eine Antwort wie es ihm gelang diese mental auszublenden ist er mir bis heute schuldig (-:
Vielen Dank an alle Gönner, Unterstützer und die vielen Aufmunterungen unserer Freunde daheim.

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